Zweitmeinungs­portal Hodentumor

Holen Sie sich von ausgewiesenen Experten eine Zweitmeinung
zur optimalen Therapie Ihrer Patienten ein.

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Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

herzlich willkommen auf der neuen Webseite des Nationalen Zweitmeinungsprojekts Hodentumoren. Diese ist auf eine gemeinsame Initiative der Deutschen Gesellschaft für Urologie, der Techniker Krankenkasse und der Deutschen Hodentumor Studiengruppe zurückzuführen. Nach 10 Jahren Laufzeit wurde nun die bisherige Zweitmeinungssoftware durch diese neue Plattform ersetzt. Sie können sich jedoch genau wie bisher im Zweitmeinungsnetzwerk bei der Therapieplanung beraten lassen. Sie dokumentieren die Befunde des Patienten und Ihren Therapieplan hier im neuen Webportal und holen umgehend eine Zweitmeinung in einem Zweitmeinungszentrum Ihrer Wahl ein.

Anders als in der Vergangenheit, werden die Einholung und Erstellung der Zweitmeinung wie auch die Follow-ups vergütet, zurzeit allerdings nur für Versicherte der Techniker Krankenkasse. Dies setzt voraus, dass Sie nach der Registrierung im neuen Webportal dem IV-Vertrag mit der Techniker Krankenkasse beitreten. Die Patienten aller anderen gesetzlichen Krankenkassen können Sie ebenfalls in diesem neuen Portal dokumentieren und wie bisher Zweitmeinungen einholen. Um auch hier eine Vergütung zu erwirken, bemühen sich DGU und TK um den Beitritt weiterer Krankenkassen.

Die Ergebnisse des Zweitmeinungsprojekts nach 10 Jahren Laufzeit und über 5000 Zweitmeinungen zeigen, dass jede 5. Zweitmeinung die Therapieplanung verbessert. Im Jahre 2016 wurden 25 % der neu diagnostizierten Hodentumoren im Nationalen Netzwerk vorgestellt.

Das Projekt ist beteiligungsoffen. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, interessiert uns Ihre Meinung. Ihre Patienten finden auf der open_in_new Ratgeberseite des Urologenportals und auf open_in_new hodenkrebs.de weitere Informationen.

Stellvertretend für die Initiatoren der neuen Plattform und die beteiligten Zweitmeinungszentren grüßt Sie freundlich

Bild von Mark Schrader

Prof. Dr. Mark Schrader

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Informationen für Patienten und deren Angehörige und Freunde

Hodenkrebs ist mit etwa 4800 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland eine seltene Erkrankung und in aller Regel gut heilbar. Wichtig ist hierbei vor allem, eine optimal gestaltete Therape. Diesem Ziel widmet sich die Deutsche Hodentumorstudiengruppe (German Testicular Cancer Study Group). Wir haben aus diesem Grund ein Zweitmeinungsportal eingerichtet, das es Ihrem behandelnden Arzt ermöglicht, kostenfrei bei Hodentumorspezialisten eine Zweitmeinung für Ihren Fall einzuholen.

Warum ist eine Zweitmeinung so wichtig?

Nach der Diagnose und Entfernung des Hodentumors muss das weitere Vorgehen festgelegt werden. Im Einzelnen wird entschieden, ob und welche Chemotherapie Sie benötigen, ob eine Tumornachsorge in Ihrem Fall ausreicht oder wann bei fortgeschritteneren Tumoren eine weitere Operation nötig ist.

Erste Studienergebnisse zeigen, dass durchschnittlich jede 6. Zweitmeinung zu einer wesentlichen Änderung des Therapieplans geführt hat und damit für die Patienten hilfreich war. In 40% der Fälle wurde der Therapieumfang reduziert, in 26% der Fälle musste die Therapie umfangreicher durchgeführt werden als geplant.

Wie erhalten Sie eine Zweitmeinung für Ihren persönlichen Fall?

Bitten Sie Ihren Arzt, dass er die geplante Therapie mit einem von der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen Gesellschaft für Urologie unterstützten Zweitmeinungszentrum abstimmt. Zugang erhält Ihr Arzt auf diesem Portal.

Hier kann er Ihren Datensatz kostenfrei, unmittelbar und anonymisiert eingeben und erhält innerhalb von 48 Stunden eine Rückmeldung für die bei Ihnen optimale Therapie. In den meisten Fällen kommt es zur Bestätigung der ohnehin geplanten Therapie. In einigen Fällen kann diese Beratung jedoch zu einer Änderung des Therapieplans führen.

Die Ergebnisse des “Zweitmeinungsprojekts Hodentumoren“ zeigen deutlich, dass eine gemeinsam mit Zweitmeinungszentren erfolgte Therapieplanung zu einer signifikanten Verbesserung des Behandlungserfolges führt. Die Deutsche Krebshilfe fördert dieses Projekt.

Weitere Informationen für Patienten finden Sie auf der open_in_new Ratgeberseite des Urologenportals und auf open_in_new hodenkrebs.de.